„swissgay.info“ PDF

und vom Internet auch wieder ins Blatt!

swissgay.info Mai 2014/1,  sowie  gedruckte Ausgabe!  Zwischen Gender und Arbeit, Vor 40 Jahren ARKADOS Versand,  Am Tag der heterosexuellen Arbeit, Nachruf auf Thomas Ursenbacher

swissgay.info August 2014/2,  sowie gedruckte Ausgabe! Homoregister/Eheöffnung, Sexuelle Selbstbestimmung und „Kinder“pornografie – Buchtipps – Die Forderungen der Schwulen an der 6. nationalen Demo am 23. Juni 1984 in Bern

swissgay.info Oktober 2014/3, sowie gedruckte Ausgabe!  Thema ist der coming out Tag – in jedem Lebensalter – coming out der Familie und Gesellschaft – Thommens Senf von 1994

swissgay.info September 2015/4, Thema sind die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Bischof von Chur (Huonder), deren wahre Hintergründe, sowie das sexistische Denken in der Justiz (Vergewaltigung).

swissgay.info Nr. 5/März 2016, Der Aufstand des Verdrängten (AIDS 80er) – Homosexualität kann Deine Gesundheit gefährden!  Übergriffe und Gewalt, Vergewaltigung von Männern und Schwulen.

swissgay.info Nr.6/Juni 2016  Über den Uranismus, eine schwule Identität, die verschwindet, sowie über Pfingsten und das Erlebnis mit den „fremden Zungen“.

swissgay.info Nr. 7/Oktober 2016  Die Scham ist noch nicht vorbei! – Mediengeschichte: Erkenntnisse aus den historischen „homophilen Monatsschriften“ der 60er und 70er Jahre – Wollt Ihr Minderheitenpflege oder Integration? (du&ich 1971) – Von der Telearene 1978 bis zur Partnerschafts-Arena 2005, von Martin Fröhlich, Mitglied HABern

 

gedruckte Ausgaben bei ARCADOS Postfach 35, 4005 Basel  oder über info@swissgay.info

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1980-1996

Das erste swissgay Blatt erschien im August 1980. Er sollte den „Freundes-Anzeiger“ ablösen

😉 Von Anfang an verteilte ich ein Blatt für den Buchladen, um mich überhaupt bekannt zu machen. Damals gab es in der Schweiz noch das hey, diesem machte dann das kontiki Konkurrenz. Das älteste Heft war der „Kontakt“. Damals im Kleinformat und sehr schwarz daherkommend… (heute: display)

Freundesanzeiger

Freundesanzeiger

1980 war der Sommer der GAY’80, der grossen Schwulendemo in Basel (während Elisabeth II. die Grün 80 besuchte) Der Slogan hiess damals: „Wir brechen aus!“ swg ‚ 80  swg 8’80swg 9-10’80

Es war die Zeit der Schwulenmagazine – so faszinierend wie heute das Internet. Aus allen Sprachen und Ländern kamen welche. Die schärfsten waren die Amerikaner. Auch Jean-Daniel Cadinot hatte gerade mit Fotos und Magazinen begonnen. Es gab das legendäre „Gay Pied“, eine schwule Wochenzeitung in Paris.

In jenen Ausgaben des swiss gay versuchte ich eine Übersicht über die Schwulenszene und die Anlaufstellen der „Homosexuellen Arbeitsgruppen“ zu geben. Im Isola-Club gab es noch das Herbstfest und in Basel einen Filmzyklus über Schwule im Camera. Es war auch die Zeit der Taschenkalender – auch eines schwulen aus Berlin. Ronald M. Schernikau hatte seine „Kleinstadtnovelle“ geschrieben und Alexander Ziegler löste mit seinen Büchern Skandale aus. Immer mehr Künstler traten mit Porträts und Männerbildern hervor: gay art entstand.

swissgay vom Mai 1981, mit den Männern aus der ital. Modezeitschrift

1981 erschien in einer italienischen Modezeitschrift ein Männerpaar, händchenhaltend und in der Aussenhand je einen Strauss mit Maiglöckchen umfassend. (Die Bilder sind der Wirklichkeit meist voraus!)  swg 4’81swg 5-6’81

1983 erschienen erst wieder die nächste Ausgabe von swiss gay – auf die Demo der Schwulen in Luzern hin. Ich hatte extra einen Ansteckknopf kreiert! Im September jenes Jahres dann war AIDS nicht mehr zu ignorieren. In allen Medien wurde darüber geschrieben und Beratungsstellen eingerichtet.  swg 5’83,  swg 6’83,  swg 9’83

1985 dann erst wieder eine neue Nummer, zum „CSD“ in Basel. In der Romandie erschien erstmals ein gay Magazin: das „Désir Bleu“.  swg 6’85

1994 erschien dann im Oktober eine neue Folge. Ich versuchte es mit mehr Intellektualität: Männlichkeit, Identität, Bärte.  swgnf 10’94

Aus dem Inhalt vom April 1995: Der Mann in Papis Bett, Vater ein Arschficker?  swgnf 4’95

Mai 1996: Schwule Identität.  swgnf 5’96

Inzwischen aber hatte ich das schwule Wochenblatt „Thommen’s Senf“ für Basel lanciert und die Schweiz war wieder in die Ferne gerückt…

Der „swiss gay“ erschien nicht mehr im alten Jahrhundert.

2005   „möchte ich die Städte Zürich und Bern wieder ins Visier nehmen und gleichzeitig über die neuesten Entwicklungen im Internet berichten und diskutieren“, dachte ich damals…

aber ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es zur Männerliebe, zum Schwulsein, zum Ficken, oder was immer auch, nicht nur den Unterleib, sondern auch die Kopfarbeit braucht, um sich persönlich weiter zu entwickeln als ein stinknormaler Hetero.

Peter Thommen (Text von 2005, ergänzt im Februar 2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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